Skip to main content

Hühnerschnupfen

Hühner können Schnupfen haben?

Gerade zu kalten Jahreszeiten bekommen wir Menschen ihn schnell: Den Schnupfen. Unser HühnerschnupfenImmunsystem ist geschwächt und schon liegen wir mit einer laufenden Nase und kratzendem Hals im Bett. Auch vor unseren Haus- und Nutztieren macht der Schnupfen keinen Halt. Vor allem im Frühjahr und im Herbst wird der Hühnerhalter mit dem Thema Hühnerschnupfen konfrontiert, denn auch Hühner können an verstopften Nasen, Müdigkeit und Schlappheit leiden. Sogar Fieber kann zu den Symptomen gehören. Wie Sie erkennen, ob Ihr Huhn sich einen Hühnerschnupfen zugezogen hat und wie Sie Ihrem Tier helfen können, wieder auf die Beine zu kommen, erfahren Sie im folgenden Text.


Was genau ist Schnupfen?

Wenn es um Schnupfen geht, dann spricht man in der Medizin von einer Rhinitis. Die Bezeichnung kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus dem Wort für Nase und der Endung -itis zusammen, welches für eine Entzündung steht. Demnach lässt sich leicht ableiten, was ein Schnupfen grundlegend ist, nämlich eine Entzündung der Nase, beziehungsweise der Nasenschleimhaut. Hervorgerufen wird ein Schnupfen in den meisten Fällen durch einen Virus, seltener durch eine bakterielle Infektion. Gerade in den kälteren Jahreszeiten ist das Immunsystem geschwächt und kann Viren nicht mehr so abwehren, wie in den wärmeren Jahreszeiten, wenn es nicht beeinträchtigt ist. Der Schnupfen kann akut auftreten und ist in der Regel nach ein bis zwei Wochen auskuriert. Er kann jedoch auch chronisch unsere Gesundheit beeinflussen und in vielen Fällen auf eine bevorstehende Grippeinfektion hinweisen.


Woher kommt der Schnupfen bei meinem Huhn?

HühnerhaltungDer Schnupfen kann beim Huhn viele verschiedene Ursachen haben. Er kann als eigenständige Erkrankung identifiziert werden oder als Begleiterscheinung in Verbindung zu anderen Krankheitsbildern auftreten. So kann der Schnupfen eine Begleiterscheinung der Newcastle-Krankheit, im Volksmund auch die Geflügelpest genannt, sein. Oder als Symptom einer infektiösen Laryngotracheitis, einer Entzündung des Kehlkopfs und der Luftröhre, auftreten. Auch der Wurmbefall bei Hühnern kann sich durch den Schnupfen äußern.

Für Hühnerhalter ist es deswegen besonders wichtig, die erkrankten Hühner zu beobachten und damit zu diagnostizieren, ob es sich um eine gefährliche Erkrankung oder um einen harmlosen Hühnerschnupfen handelt. Somit kann er die betroffenen Tiere im Zweifelsfall von den gesunden Tieren trennen, um diese zu schützen. Ob es sich um eine „bösartige“ Krankheit handelt, kann man in der Regel leicht herausfinden. Denn der harmlose Hühnerschnupfen steht meistens im Zusammenhang mit Witterungsbedingungen, bei dem potentiell schnupfenauslösende Viren auf ein für sie angenehmes Klima stoßen und äußere Umstände wie Regen und Wind das Immunsystem des Federviehs ohnehin schon schwächen. Sollte Ihr Huhn also gerade in den kälteren Jahreszeiten Anzeichen eines Hühnerschnupfen zeigen, ist dies zunächst kein Grund zur Sorge.


Wie erkenne ich den Hühnerschnupfen bei meinem Tier?

Genau wie bei den Ursachen, sind die Symptome des Hühnerschnupfens vielfältig. Nicht immer zeigt Ihr Tier die klassischen Anzeichen wie eine laufende Nase oder tränende Augen. Das Hauptsymptom bei jeder Erkrankung des Huhns, auch beim Hühnerschnupfen, ist die Veränderung im Verhalten des Tieres. Das sonst agile und aktive Tier ist träger als üblich, schläft viel und grenzt sich von den anderen Hühnern ab. Auch frisst es nicht mehr so viel wie gewohnt. Im weiteren Krankheitsverlauf kann das Huhn sich apathisch zeigen und sitzt oft aufgeplustert in Distanz zu den anderen Hühnern.

Der Hühnerschnupfen, beziehungsweise Atemwegsprobleme äußeren sich durch lautere Atemgeräusche die sich bis hin zu einem gefährlich klingendem Röcheln steigern können. Gerade, wenn das Huhn den Schnabel weit aufsperrt, deutet dies auf eine Atemwegsproblematik hin. Genau wie beim Menschen, können Hühner verschiedene Symptome des Schnupfens zeigen. Manche Tiere verhalten sich zum Beispiel vollkommen normal und geben nur ab und zu „seltsame“ Geräusche von sich, wie zum Beispiel ein Quietschen beim Fressen gefolgt von einem Aufsperren des Schnabels, nur um dann weiter zu fressen. Weitere Symptome, die auf einen Hühnerschnupfen hinweisen können, sind ein Würgen und häufiges Kopfschütteln bei gesenktem Kopf.


Mein Huhn hat Hühnerschnupfen, was kann ich tun?

Wenn ein Huhn am Hühnerschnupfen erkrankt ist, sollte es zunächst von den anderen Hühnern getrenntSchnupfen beim Huhn werden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden und somit die anderen Hühner zu schützen. Die Inkubationszeit von Hühnerschnupfen, also die Zeitspanne zwischen der Ansteckung der Krankheit bis hin zum eigentlichen Ausbruch, kann einige Stunden bis mehrere Tage andauern. Deswegen ist es wichtig, die restlichen Hühner weiterhin zu beobachten. Vorbeugend für die gesunden Hühner sollte der Stall gemistet, desinfiziert und wieder dick eingestreut werden. Undichte Stellen im Stall, durch die Zugluft die Tiere beeinträchtigen kann, sollten verschlossen werden um den Hühnern Schutz vor den Wetterbedingungen zu bieten.

Eine weitere Maßnahme zur Vorbeugung des Hühnerschnupfens ist die Zuführung von Vitaminen in das Trinkwasser der Tiere. Das kranke Tier sollte bei schlechtem Wetter eine Ausgangssperre bekommen und die Zeit im geschützten Stall verbringen. Damit das Huhn auch an kälteren Tagen warm bleibt, kann eine Wärmelampe eingesetzt werden um die Genesung zu beschleunigen. Außerdem kann mit hochwertigem Futter und Hausmitteln das Immunsystem des Huhnes wieder so weit in Schwung gebracht und gestärkt werden, dass es den Schnupfen von alleine bewältigen kann. In wenigen Fällen können Antibiotika die Genesung des Huhnes beschleunigen. Dieser Einsatz sollte jedoch gut bedacht sein, denn Antibiotika können höchstens die Bakterien bekämpfen, die sich zum Beispiel auf der geschädigten Schleimhaut angesammelt haben, nicht aber die Viren, die im Regelfall einen Hühnerschnupfen auslösen.


Welche Hausmittel helfen meinem Huhn?

Ein ganz einfaches Hausmittel, welches große Auswirkungen haben kann, ist die Zuführung von Grapefruitextrakt in das Wasser des Tieres. Denn Grapefruit wirkt wie ein natürliches Antibiotikum. Ein Schuss Apfelessig im Wasser fördert zudem die Darmflora das Tieres und beugt Folgeerkrankungen vor. Je nachdem, wie weit fortgeschritten der Hühnerschnupfen ist, kann mit Atemwegskräutern gearbeitet werden. Eine Inhalation mit ätherischen Ölen kann zusätzlich hilfreich sein. Wenn die Möglichkeit vorhanden ist, das Huhn in einen kleinen Raum abzugrenzen, so kann man eine Schale mit heißem Wasser und ein paar Tropfen von ätherischen Ölen für ungefähr eine Stunde dazustellen um die Atemwege etwas zu befreien. Das Zufüttern von geriebenen Zwiebeln bewährt sich auch immer wieder als Hausmittel gegen Hühnerschnupfen. Die beste Maßnahme zur Vorbeugung eines Hühnerschnupfens ist aber grundlegend ein sauberer und artgerechter Stall. Auch ein vitaminreiches und ausgewogenes Futter ist Voraussetzung für ein gesundes Huhn.


Wann muss ich zum Tierarzt?

HühnerkrankheitenWie bereits schon erwähnt, kann der Schnupfen auch eine Begleiterscheinung für diverse „gefährliche“ Krankheiten sein. Sollten Sie also Bedenken haben, dass es sich nicht nur um einen normalen Hühnerschnupfen handelt, dann zögern Sie nicht, einen Tiermediziner aufzusuchen. Vor allem, wenn ihr Huhn im Sommer oder scheinbar grundlos erkrankt ist oder in Ihrer Region viele Vögel an schwerwiegenden Krankheiten leiden, sollten Sie sich nicht scheuen, Ihr Tier durchchecken zu lassen. Die Devise ist immer: „better safe than sorry„, also lieber auf Nummer Sicher gehen! Wenn es sich um einen gewöhnlichen Hühnerschnupfen handelt und dieser nach zahlreichen Behandlungen und mehreren Tagen bis Wochen immer noch nicht auskuriert ist, sollten Sie ebenfalls überlegen, Ihr Tier zum Tierarzt zu bringen. Schlussendlich können so chronische Erkrankungen und eventuelle Allergien erkannt und behandelt werden.


Hühnerschnupfen – Kein Grund zur Panik!

Auch, wenn ein Hühnerschnupfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte, so muss man sich dennoch keine Panik machen. Wie auch beim Menschen kann ein Tier mal erkranken und wird in vielen Fällen auch ganz von alleine wieder gesund. Jeder kämpft sich mal mit einem Schnupfen oder einer Erkältung herum und genau wie beim Menschen können kleine Hausmittel beim Huhn Großes bewirken und eine schwerwiegende Erkrankung vorbeugen. Was wichtig ist, ist, dass Sie Ihre Hühner beobachten und Erkrankungen durch eine artgerechte Haltung und gutes Futter vorbeugen. Sollten Sie Zweifel an Ihrer eigenen, ersten Diagnose haben, so zögern Sie nicht, einen Tierarzt aufsuchen. Selbst wenn dieser dann sagt, dass alles im grünen Bereich ist. Sollte Ihr Huhn doch an einem Hühnerschnupfen erkrankt sein, haben Sie nun ein paar Tipps und Tricks, um Ihr Tier wieder gesund zu pflegen und auf lange Zeit Spaß an Ihrem Huhn zu haben.