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Hühnerläuse

Hühnerläuse und was Sie dagegen tun können

Egal ob Hund, Katz oder Huhn: unliebsame Mitbewohner lassen sich immer wieder gerne im Fell oderHühnerläuse dem Gefieder unserer Tiere nieder. Bei Hühnern sind es vor allem die Hühnerläuse, die sowohl dem Tier als auch dem Besitzer das Leben schwer machen. Spricht man im Volksmund gerne über die sogenannten Hühnerläuse, handelt es sich in Wirklichkeit um zahlreiche verschiedene Parasitenarten, die sowohl die Gesundheit als auch das Wohlbefinden der Hühner stark einschränken können. Aus diesem Grund ist es notwendig, von Zeit zu Zeit etwas gegen Hühnerläuse jeglicher Art zu tun. Um einen zu massiven Befall der Parasiten zu verhindern.

Nicht zuletzt aus Tierliebe ist dieses Vorgehen ratsam. Auch den wirtschaftlichen Faktor darf man in diesem Zusammenhang nicht außer Acht lassen. Wie man sich vorstellen kann, sind Hühner, in deren Gefieder sich Hühnerläuse befinden, einem großen Stressfaktor ausgesetzt. Was sich sowohl auf die Eierproduktion als auch auf das friedliche Zusammenleben der Tiere auswirken kann. Des Weiteren ist es möglich, dass sich Hühnerflöhe auch immer wieder auf die Kleidung des Hühnerhalters verirren, was natürlich auch vom Menschen als äußerst unangenehm empfunden wird. Doch was genau kann man gegen die lästigen kleinen Parasiten tun und wie ist dabei vorzugehen? Das alles und noch viel mehr rund um das Thema Hühnerläuse und wie man diese am effektivsten bekämpft, erfahren Sie hier.


Wodurch genau zeichnen sich Ektoparasiten bzw. Hühnerläuse aus?

Ektoparasiten werden alle Lebewesen bezeichnet, die es sich auf der Hautoberfläche oder im Gefieder der Hühner bequem machen. Im Gegensatz dazu gibt es die sogenannten Endoparasiten wie Hühnerläuse bekämpfenzum Beispiel Würmer, die das Tier im Inneren des Körpers befallen und somit meist nur über den Kot des Tieres identifiziert werden können.

Ektoparasiten bzw. Hühnerläuse zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sich entweder von den Hautschuppen oder dem Blut des Tieres ernähren. Auf diese Weise kommt es häufig zu Irritationen der Haut, die zum Teil sehr heftig ausfallen können. Handelt es sich zum Beispiel um blutsaugende Hühnerläuse und es kommt zu einem sehr starken Befall, kann der Blutverlust des Wirten über längere Zeit hinweg zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Zudem gelten die Parasiten als Überträger sehr schwerer Erkrankungen wie zum Beispiel Borreliose. Diese werden im Ernstfall sogar auf den Menschen übertragen.

Im Gegensatz zu anderen Ektoparasiten zeichnen sich Flöhe oder auch Zecken dadurch aus, dass sie nicht dauerhaft auf dem Wirt, in diesem Fall dem Huhn verbleiben, sondern diesen nur für die nächste Blutmahlzeit befallen und sich dann in der näheren Umgebung niederlassen, um sich dann weiter zu vermehren.


Wie kann man Hühnerläuse nachweisen und bekämpfen?

Haben sich erst einmal auf einem oder auch mehreren Tieren Hühnerläuse eingenistet, so ist dies häufig

Hühnerläuse entgegenwirkennicht sofort erkennbar. Ist jedoch der Verdacht vorhanden, das sich der ein oder andere Effektparasit auf den Hühnern befinden könnte, ist dies in den meisten Fällen mithilfe eines Tierarztes abzuklären. Nicht alle Hühnerläuse sind mit freiem Auge erkennbar und erst recht nicht identifizierbar. Bei Hühnern, die im Stall leben, kommt es in den meisten Fällen zum Befall durch die roten Blutmilben, Federläuse oder auch Hühnerflöhe. Je nachdem, um welche Hühnerläuse es sich handelt, müssen diese auf unterschiedliche Art und Weise bekämpft werden, um dem Befall dauerhaft einzudämmen und dafür zu sorgen, dass sich die Hühner wieder wohl in ihrem Gefieder fühlen können.


Die Rote Blutmilbe

Die sogenannte Rote Blutmilbe, auch Rote Vogelmilbe genannt wird zu den Spinnentieren gezählt und zeichnet sich dadurch aus, dass sie über acht Beine verfügt. Man kann sie in den meisten Fällen mit dem bloßen Auge erkennen, das ist jedoch ausschließlich in der Nacht der Fall. Das liegt daran, dass die rote Blutmilbe ihre Opfer ausschließlich nachts aufsucht, während sie sich tagsüber in den Ritzen des Stalls, den Nestern, den Sitzstangen oder auch im Futtertrug versteckt.

Begibt sich das Huhn abends zur Nachtruhe auf die Stange, verlässt die Blutmilbe ihr sicheres Versteck und krabbelt auf die Haut ihres neuen Wirts. Wie sich bereits am Namen erkennen lässt, ernährt sich die Rote Blutmilbe ausschließlich vom Blut der Tiere. Und kann im schlimmsten Fall Vogelcholera, Pocken- Diphtherie oder die sogenannte Pseudo-Vogelpest übertragen. Werden die Hühner von diesem gemeinen Parasiten befallen, so zeigt sich dies sehr schnell an der abnehmenden Kondition der Tiere. Diese sind auf einmal um einiges müder und weniger als aktiv als früher.

Um effektiv gegen diese Art der Hühnerläuse vorgehen zu können, ist es wichtig nicht nur die Tiere selbst, sondern auch den Stall gegen den Befall zu behandeln. Den Stall soll man daher nachts reinigen und es ist empfehlenswert, auf abnehmbare Sitzstangen zurückzugreifen. Auf diese Weise ist es möglich, die Ruhestätte der Hühner von den Plagegeistern zu befreien. Ritzen und Lücken in den Außenwänden des Stahls sind ebenfalls tunlichst zu vermeiden. So dass sich das lästige Getier erst gar nicht einnisten kann.


Die Federmilbe

Scheint die Federqualität der Hühner immer mehr abzunehmen und sehen die Tiere schön langsam wie gerupft aus bzw. wirkt das Gefieder angefressen, so könnte die Federmilbe am Werk sein. Diese Hühnerläuse zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich an den Federn festsetzen. Auf diese Weise kommen sie besser an die abgestorbenen Hautschuppen. Von diesen ernährt sich der Ektoparasit nämlich ausschließlich. Die Federmilbe ist in freier Wildbahn nahezu auf jedem zweiten Vogel zu finden. Somit stellt ein leichter Befall eigentlich keine Gefahr für das Huhn dar. Breitet sich diese jedoch immer weiter aus, kann die Haut des Huhns gereizt auf die Hühnerläuse reagieren und das Huhn beginnt sich vermehrt zu putzen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Federausfall und das passiert dann, wenn sich die Federbälge entzünden.

Möchte man der Milbe den Kampf ansagen, so ist es zunächst wichtig, dass man diese überhaupt nachweisen kann. Denn mit dem freien Auge sind sie nicht erkennbar. Konnte mithilfe eines Tierarztes abgeklärt werden, dass es sich wirklich um die Federmilben handelt, so sorgt eine eigens angerührte Öltinktur, die über mehrere Wochen hinweg angewendet werden muss dafür, die lästigen Tierchen wieder loszuwerden. Zudem soll man auch bei diesen Parasiten unbedingt darauf achten, den Stall gründlich zu reinigen. Nur so kann man etwaige Nester entdecken und bereits gelegte Eier zerstören.


Die Federläuse

Die sogenannten Federläuse lassen sich nahezu auf jedem Huhn finden und gelten als die meist verbreitete Parasitenart bei Federvieh. Insgesamt sechs verschiedene Arten dieser Hühnerläuse können voneinander unterschieden werden und diese sind ebenfalls alle mit bloßem Auge erkennbar. Jede einzelne Federlausart hat ihr bevorzugtes Jagdterritorium auf dem Körper des Huhns. Während sich die eine Art auf die Kloake der Tiere spezialisiert hat, halten sich die anderen lieber im Kopfbereich auf. Spezielle Hühnerrassen wie zum Beispiel Haubenhühner werden ebenfalls von den lästigen Tierchen bevorzugt und somit befallen. Haben sich Federläuse im Gefieder der Tiere niedergelassen, so verursachen diese einen starken Juckreiz, der schnell zu kahlen Stellen führen kann. Federläuse kann man jedoch relativ leicht mit handelsüblichen Sprays oder Puderprodukten gegen Parasiten bekämpfen. Dabei ist es jedoch wichtig, die Behandlung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, um auch die nächste Generation von Federläusen abzutöten.


Die Hühnerflöhe

Wie alle anderen Tiere mit Fell und Federn können auch Hühner von Flöhen befallen werden. Erkennen Hühnerflöhelassen sich die kleinen Hühnerläuse nicht nur im Gefieder, auch unruhiges Verhalten und kahle Stellen können auf einen Flohbefall hinweisen. Die kleinen Blutsauger können zudem dazu führen, dass die Hühner immer mehr abmagern. Und bei besonders starkem Befall ist es sogar möglich, dass Kamm und Kehllappen zunehmend blasser werden. Um die Hühnerflöhe wieder loszuwerden ist es entscheidend, die Umgebung gründlich zu reinigen, in der sich die Hühner befinden. Nach einer Blutmahlzeit verlassen die kleinen Parasiten ihren Wirt nämlich wieder, um Eier zu legen.


Fazit

Mit der richtigen Behandlung können die meist mehr als lästigen Hühnerläuse schnell wieder vertrieben werden. Damit das allerdings wirklich gelingt ist es wichtig, nicht nur die Hühner selbst, sondern auch ihren Lebensraum zu reinigen. Nur so haben Hühnerläuse keine Chance.